Photonik

Photonik ist die Technologie des Lichts, eine Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts und eine der Key Enabling Technologies (KET) der Europäischen Kommission. Gleich wie in der Elektronik die Elektronen, sind in der Photonik die Photonen für zahlreiche Anwendungen von Bedeutung.

Photonik als Begriff stammt aus der optischen Datenübertragung, deren Fortschritt ursprünglich vor allem der Erfindung des Lasers (1960) und der Glasfasertechnik (1970) zu verdanken ist. Unter Photonik versteht man heute Wissenszweige und Technologien, die sich hauptsächlich mit der Verwendung von Licht beschäftigen. Damit öffnet sich ein weites Feld, das näher definiert werden muss:

Photonik befasst sich mit der Generation, Weiterleitung bzw. Führung, Veränderung, Verstärkung und der Detektion von Licht. Deshalb wird der Begriff oft synonym mit Optoelektronik bzw. integrierter Optoelektronik verwendet. Heute jedoch – besonders angesichts des Vordringens optischer Technologien in Produktionsprozesse – muss letzteres wohl als zu eng gefasst gesehen werden. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben, kann das Feld der Photonik  mit folgenden Themen beschrieben werden:

  • Wellen- und Quantenoptik
  • Holographie
  • Wechselwirkung von Licht und Materie
  • Optische Halbleitereigenschaften (besonders im Hinblick auf Photonendetektoren und photovoltaische Elemente)
  • Optische Wellenleitung (z.B. Glasfasern)
  • Laser
  • Optische Modulatoren und Schalter (Richtkoppler)
  • Interferometer und Frequenzmischer

Im Hinblick auf die Anwendungsgebiete der Photonik lässt sich somit ein sehr breites Spektrum ausmachen. Deshalb ist eine Aufteilung in kleinere Fachgebiete mit ausgesuchten Schwerpunkten sinnvoll für eine bessere Strukturierung:

  • Information und Kommunikation
  • Bearbeitung und Qualität
  • Gesundheit und Life Science
  • Beleuchtung und Displays
  • Sicherheit, Messtechnik und Sensoren
  • Optische Komponenten und Systeme

Diese Einteilung orientiert sich an jener der europäischen Plattform Photonics21. Photonics Austria strebt deshalb eine entsprechende inhaltliche Breite an, abgestimmt auf österreichische Stärken.